27. Februar 2026

Unterschiede zwischen Verkauf der nackten Eigentumsrechte und Umkehrhypothek

Unterschiede zwischen Verkauf der nackten Eigentumsrechte und Umkehrhypothek

Für viele Menschen stellt die eigene Immobilie den größten Teil ihres Vermögens dar. Im Ruhestand gibt es verschiedene Möglichkeiten, Liquidität aus der Immobilie zu gewinnen, ohne ausziehen zu müssen. Zwei bekannte Lösungen sind der Verkauf der nackten Eigentumsrechte und die Umkehrhypothek.

Obwohl beide Modelle das Wohnen in der Immobilie ermöglichen, unterscheiden sie sich deutlich.

Was ist eine Umkehrhypothek?

Bei einer Umkehrhypothek erhält der Eigentümer ein Darlehen, das durch die Immobilie abgesichert ist. Das Geld kann ausgezahlt werden als:

  • monatliche Zahlung,
  • einmalige Summe,
  • oder Kombination aus beiden.

Der Eigentümer bleibt Eigentümer der Immobilie und kann lebenslang darin wohnen. Die Rückzahlung erfolgt meist erst nach dem Tod des Eigentümers.

Was bedeutet der Verkauf der nackten Eigentumsrechte?

Beim Verkauf der nackten Eigentumsrechte wird die Immobilie verkauft, während der Verkäufer sich ein lebenslanges Wohn- oder Nutzungsrecht (Usufrukt) vorbehält.

Der Käufer wird sofort Eigentümer der Immobilie, kann sie jedoch erst nach dem Ende des Nutzungsrechts vollständig nutzen.

Im Gegenzug erhält der Verkäufer meist eine einmalige Zahlung.

Wichtige Unterschiede

1. Eigentum

  • Umkehrhypothek: der Eigentümer bleibt Eigentümer.
  • Verkauf der nackten Eigentumsrechte: die Immobilie wird verkauft.

2. Auszahlung

  • Umkehrhypothek: monatliche Zahlung oder Kapital.
  • Verkauf der nackten Eigentumsrechte: meist Einmalzahlung.

3. Erbschaft

  • Umkehrhypothek: Erben können die Immobilie behalten.
  • Verkauf der nackten Eigentumsrechte: die Immobilie gehört nicht mehr zur Erbschaft.

4. Flexibilität

  • Umkehrhypothek: mehr Flexibilität für den Eigentümer.
  • Verkauf der nackten Eigentumsrechte: endgültiger Verkauf.